Wissenschaftliche Kontakte nach Eberswalde
DDR – der erste Besuch nach der Wende
Im Mai 1990 verschlug es mich zum ersten Mal in die gewendete DDR. Es war kein privater Ausflug sondern eine Art Sondierungsfahrt einiger Leute unserer Uni-Abteilung. Aufgrund bereits vorher bestehender Kontakte zur forstwissenschaftlichen Falkultät von Eberswalde wurde eine Delegation der Abteilung für Ökologie auf die Reise geschickt. Als vielseitig interessierter Diplomand fuhr ich gerne mit, zumal mir unsere Reisegruppe sehr sympathisch war.
Der “Grenzübertritt” war schon etwas Besonderes. Einerseits noch ziemlich “streng” – immerhin musste ich wegen fehlendem Reisepass 10 DM Passgebühr bezahlen – andererseits war natürlich völlig klar, dass wir ansonsten stressfrei “hinüber” kommen würden.
Die große Säule an der Grenze hatte oben ein rundes Loch, dort wo früher das Emblem des Arbeiter- und Bauernstaates prangte…
An die restliche Fahrt habe ich kaum Erinnerungen. Vielleicht noch an die riesigen Schläge zwischen Magdeburg und Berlin. Agrarwüste ohne Baum und Strauch – perfekt für die Ernteeinsätze mit vielen großen Maschinen. Für uns Ökologen ein trauriger Anblick.

[eine Straße in Eberswalde]